Berichte I. Männer

9.12.00

SV Friesen Frankleben - TSV Reichardtswerben 25:14

Erneute Pleite für den TSV Reichardtswerben
von Daniel Wolf-Dziura
Der Verbandsligaaufsteiger TSV Reichardtswerben ist nach dem sensationellen Start mit 14:4 Punkten hart auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Beim SV Friesen Frankleben gab es am Samstag mit 14:25 die vierte Niederlage in Folge, die aber viel zu hoch ausfiel. Die Reichardtswerbener rangieren jetzt mit 14:12 Punkten nur noch auf einem Mittelfeldplatz und dürfen vor allem den Blick nach hinten nicht verlieren.

Gisbert Berhold, der für den privat verhinderten Michael Herda die Mannschaft betreute, stellte sich auch vor die Mannschaft. "Die Truppe hat ordentlich gekämpft. Mit der gezeigten Einstellung eines Jeden war ich zufrieden, doch wir müssen unsere Chancen nutzen und endlich wieder das Tor treffen. Da nützt die ganze Schönspielerei vor dem Tor nichts. Beim Handball gibt es nun einmal keine B-Note für die Optik." In der Tat kann man die Niederlage nicht wie in der Vorwoche gegen Kühnau am mangelnden Einsatz fest machen, sondern darf nicht vergessen, dass beim TSV ab der zweiten Hälfte nichts mehr zusammenlief und die Gastgeber einfach auch das nötige Glück hatten.

Nach konzentrierten Beginn führten die Gäste mit 4:2, waren aber nicht in der Lage, diesen Vorteil weiter auszubauen. Bedingt durch unnötige Zeitstrafen kamen die Friesen immer besser ins Spiel und führten zur Halbzeit mit 8:11. Berhold rüttelte die Mannschaft noch einmal auf. Der TSV wollte wieder über schnelles Umkehrspiel zum Erfolg kommen und wieder mehr Gefahr aus dem Rückraum erzeugen. Die zweite Hälfte lief dann auch dementsprechend an. Beim Stand von 10:12 hatte der TSV die große Möglichkeit durch zwei Konter zum Ausgleich zu kommen, doch jedes Mal blieb Friesen Torhüter Klose Sieger, der jetzt zu absoluter Hochform auflief. Die Reichardtswerbener Bank lies zwar nichts unversucht, brachte Bernd Nöhring auf Rechts außen und Alex Enke Halblinks, doch der Erfolg war gleich Null. Beim 12:18 hielt sich das Ergebnis noch in Grenzen, doch das Selbstbewusstsein der bislang hart gebeutelten Franklebener wurde immer größer. Die trafen jetzt wie sie wollten, während beim TSV nichts mehr zusammenlief. Bernd Nöhring brachte noch einmal Gefahr auf seiner Position, traf auch dreimal ins Netz, stand aber jedes Mal auf der Linie. So war in den letzten Minuten nur noch Schadensbegrenzung angesagt, was aber beim Endstand von 14:25 auch nur noch bedingt gelang.

Die Reichardtswerbener können froh sein, dass endlich die verdiente Weihnachtspause vor der Tür steht. Im Pokal hat der TSV ja ein Freilos und muss so am kommenden Wochenende nicht noch einmal aktiv ins Geschehen eingreifen. Das dürfte einigen Spielern gut tun, vor allem Seelenmassage ist jetzt gefragt. Das der TSV guten Handball spielen kann, hat er in den ersten Begegnungen gezeigt.

Für den TSV spielten: Mirko Hüttig und Bernd Lehmann im Tor; Peter Klaaßen (4), Nico Schendel (3), Ingo Graßmeyer (2), Alex Enke (2/1), Sven Kynast, Frank Eichardt, Ecki Reischke (je 1), Andre Rößler, Bernd und Torsten Nöhring.

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